Zur Geschichte unserer Kirchengemeinde

Als eine der Folgen des 2. Weltkriegs wurden ca. 15. Millionen Deutsche aus ihren Heimatländern im Osten vertrieben und überwiegend in Westdeutschland angesiedelt. Auf diese Weise gelangten auch in die Orte Beutelbach und Schnait, die bei der Reformation evangelisch geworden waren, etwa 900 Vertriebene, fast ausschließlich katholischer Konfession, darunter auch Pfarrer Fleischer aus Südmähren, der sofort mit dem Aufbau der Seelsorge betraut wurde. Schon bald wurde von der evangelischen Gemeinde für den gottesdienstlichen Gebrauch der so genannte „Betsaal“ zur Verfügung gestellt. Von 1946 bis 1956 waren die Katholiken auf diese Gastfreundschaft angewiesen. Pfarrer Franz Fleischer, 1946 zum Kurat der Gemeinden Beutelsbach, Grunbach, Geradstetten, Hebsack, Schnait und Aichelberg ernannt, konnte in Grunbach den Sitz für dieses Seelsorgegebiet, das noch zur Pfarrei Schorndorf gehörte, errichten.

kirche_stannaNach der Währungsreform 1948 entstand in der Zeit des „Wirtschaftswunders“ der Plan für eine eigene Kirche. 1954 konnte der heute bebaute Kirchplatz in den „Metzenwiesen“ erworben werden. Der von Architekt Fritz Vogt, Schorndorf, geplante Bau wurde trotz erheblicher Baugrundschwierigkeiten, die eine Pfahlgründung mit 58 Eisenbetonpfählen von 9 bis 12 m Tiefe notwendig machten, verwirklicht: Richtfest 16.11.55, Kirchweihe 29/30.9.1956 durch Weihbischof Sedelmeier, Sitzplätze 240, Geläute 3 Glocken, Orgel, Namen: St. Anna.
kirche_stanna_02Am 16. Juli 1969 wurde die Seelsorgestelle St. Anna zur selbstständigen Pfarrei erhoben, am 21.September 1969 wurde der erste Pfarrer der neuen Pfarrei, Ephraim Gaus, in sein Amt eingeführt. Bereits im folgenden Jahr konnte in Schnait der Bau der Heilig-Kreuz-Kirche begonnen werden. Die Kirche wurde am 18. Dezember 1971 von Bischof Dr. Georg Moser, damals Weihbischof, konsekriert. Die Erdgeschossräume samt dem Gartengelände wurden der bürgerlichen Gemeinde als Kindergarten zur Verfügung gestellt, die Räume im Untergeschoss ( Jugendraum, Küche, WC ) dienen der Gemeindearbeit. In Beutelsbach wurde 1974 das „Annaheim“ fertig gestellt mit einem Jugendraum im UG und einem Gemeinderaum und einer Küche im Parterre. Der Neubau, das Katholische Gemeindehaus St. Anna, wurde im September 2005 fertig gestellt. Es enthält einen Gemeindesaal für größere Veranstaltungen/Feste, eine Küche, 2 Gruppenräume und einen großen Jugendraum mit eigener Küche.
Nach Pfarrer Gaus folgte 1978 Pfarrer Nikolaus Jontza bis 1986, von 1986
bis 2000 Pfarrer Dieter Speidel als Leiter der Gemeinde, ab Mai 2000 bis November 2016 wurde
die Gemeinde im Rahmen der Seelsorgeeinheit Beutelsbach, Endersbach,
Kernen, Remshalden von Pfarrer Ludwig Mattes, Grunbach als Administrator betreut. Er verließ die Seelsorgeeinheit im November 2016. Pfarrer Jens-Uwe Schwab aus Fellbach war als Administrator von Dezember 2016 – 11. November 2017 eingesetzt. Ab 12. November 2017 wurde Pfarrer Robert Lukaschek zum leitenden Pfarrer der Seelsorgeeinheit ernannt. Seit Dezember 2017 wird die Seelsorgeeinheit durch Pfarrvikar Modestus Ukwandu seelsorgerlich unterstützt.

 

kirche_stanna_altarbild

Im Jahre 1994 wurde die Altarwand von St. Anna von dem Maler und Bildhauer Siegfried Haas aus Rottweil mit einem Altarbild gestaltet: Die einzelnen Szenen veranschaulichen den Osterbericht nach Lukas.
Ausführliche Erläuterungen bietet der in St. Anna ausliegende Prospekt oder nach Terminabsprache Frau F. Breuning, Tel.: 67770.

kirche_annaheimUm- bzw. Neubau des Gemeindehauses an der St. Anna Kirche
Baubeginn am 15. Juli 2004 durch Fa. Irdenkauf, Richtfest am 04.02.2005, Einweihung am 01.10.2005: Mit dem neuen “Kath. Gemeindhaus St. Anna” verfügt jetzt die Gemeinde über ausreichende Räume für die Gemeindearbeit der Pfarrei, für die Arbeit der Gruppen und Kreise und auch für Festlichkeiten.


Weitere Einzelheiten: siehe Festschrift 50 Jahre Kath. St. Anna Kirche Weinstadt-Beutelsbach 1956 – 2006 und die aktuellen Gemeindebriefe, die in den Kirchen ausliegen oder im Pfarrbüro erhältlich sind.